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St. Lambertus Schützenbruderschaft 1610 e.V. Nettetal-Leuth

Leuth  erlebte ein glanzvolles Schützenfest 2016

Vom 13. - 18. Mai 2016 erlebte Leuth wieder ein wunderschönes Schützenfest. Es  begann mit dem Setzen des Prunkbaumes beim General Michael Schürmann durch die Matrosen und die Musketiere. Während viele Leuther noch mit den letzen Arbeiten am Dorfschmuck beschäftigt waren, begannen die ersten Feierlichkeiten. Das sommerliche Wetter wurde durch die kühleren Temperaturen der Eisheiligen abgelöst, aber das trübte nicht die Sitmmung der Leuther.

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Das Symbol der Regentschaft von König Arno folgte am Samstag. Sein Prunkbaum erhielt die Farben der Pios: rot und blau. Die folgende Schützenmesse wurde gemeinsam von Kirchenchor und Pfarrorchester musikalisch begleitet. Der große Zapfenstreich auf dem Schulhof verlieh dem großartigen Fest einen würdigen Rahmen.

Beim anschließendem Schützenball im Festzelt herrschte eine großartige Stimmung. Die Band Klangstadt war so richtig nach dem Geschmack der Schützen und ließ den Tanzboden beben. Der 1. Brudermeister Wilfried Dellen stellte alle 17 Leuther Schützenzüge vor. Das ist ein neuer Rekord. 4 Damen der Löther Rieser sangen ein neues Leuth-Lied, was besonders ihre Vereinskameradin und Königin Renate Bein erfreute. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gefeiert.

Traditionell wurden am Sonntag Vormittag die Ehrungen vorgenommen. Sichtlich gerührt waren Ehrenbrudermeister Gerd Dellen und Ehrenbrudermeister Franz Brüster über die hohe Auszeichnung des Bundes der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften. Das Verdienstkreuz und die Urkunde, unterschrieben vom Hochmeister Prinz zu Salm-Salm, wurde Ihnen persönlich vom Bezirksbundesmeister Hans Puschmann überreicht.
Den Verdienstorden der St. Lambertus Schützenbruderschaft Leuth erhielten Peter Brinkmann, Hans-Josef Bongaers, Michael Brunen, Jochen Meiners, Willi Mirer, Walter Wessig, Willi Ridder, Sven Withofs, Christoph Funken und Wilfried Dellen.
Für Ihre langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: 40 Jahre: Hans-Willi Ketels, Hans-Josef Ridder, Hans-Jakob Schoenmakers, Hans-Josef Wackertapp, Hans Funken, Heinrich Klaas jr., Helmut Schouren und Lothar Paland. 50 Jahre: Ehrenbrudermeister Franz Dückers und Ehrenbrudermeister Bernhard Steenmann. Lambert Engenhorst wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Er konnte nicht persönlich erscheinen und erhielt die Auszeichnung schon am Vortag von den Majestäten und einer Abordnung des Vorstandes zu Hause überreicht.
Nachwuchssorgen hat die Leuther Bruderschaft nicht. Es wurden wieder viele neue Mitglieder unter der Fahne vereidigt.

Ebenfalls traditionell war der Morgenapell bei der Marine durch den Zug-Spieß Uli Dams, an dem auch die Weiße Gard teilnahm. Der Spieß entdeckte fast jeden Makel, was umgehend mit einem wohl schmeckenden Getränk bestraft wurde. Mit ca. 90% Durchfallquote lag der Schnitt wie in den Vorjahren. Als einziger Marineoffizier bestand Altminister Werner Meiners die ersten beiden Morgenapelle ohne Tadel.

Am Umzug nahmen auch 6 Gastbruderschaften aus Kaldenkirchen, Leutherheide, Lobberich, Schaag und Schlöp teil. Er endete mit der Parade an der Kirche.
Anschließend begann im Zelt der Schützenball mit der Band Hüttenfetzer. König Arno dankte den Leuther Nachbarn und den Schützen für den wunderschönen Dorfschmuck und ihr Engagement für das Schützenfest. Besonders hervorzuheben war der Einsatz der Jäger und Kränzerinnen. König Arno erinnerte auch an die schöne Vorbereitungszeit. Viele Nachbarschaften  und Schützenzüge wurden im Vorfeld besucht, insbesondere beim Besuch bei der Marine kam das Dreigestirn an seine Grenzen.
Wie im Vorstand abgesprochen erfüllte sich 1. Brudermeister Wilfried Dellen einen Traum und schlüpfte in seine Schillsche Uniform. Sie passte auf Anhieb, wenn auch ein ungewohntes Bild. Die Schillschen hatten auf der Jahreshauptversammlung eine Aufgabe übernommen, die sie zum Schützenfest hervorragend umsetzten. Uwe Sötje hatte 23 Gewehre angefertigt, die noch lackiert und anschließend bei den Jägern an den Haustüren aufgehangen wurden. 4 Teams der Schillschen waren mit der Betreuung der Jungschützen, Jungjäger und Jäger beschäftigt. Es wurde gegrillt, geschwommen und das Marschieren geübt.  

Todgesagte leben länger. Das sagten sich die Dorfschützen. Nach ihrer Auflösung wurden die Dorfschützen 2.0 gegründet. Eine eigene Homepage gibt es auch schon. Da geht noch was. Auch die Weiße Garde und die Wallensteiner ließen sich unterkriegen. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht. Wegen der verringerten Zugstärke marschierten sie beim Schützenfest zusammen in einer Zugformation.

Am Montag übernahm der Kindergeneral das Kommando und löste vorübergehend General Michael Schürmann ab. Der Kirmesmarkt war mit verschiedenen Buden und einem Karussell bestückt. Eine Hüpfburg und Kinderschminken rundeten das Angebot ab. Maskottchen Jünter von Borussia Mönchengladbach ließ nicht nur die Kinderherzen höher schlagen. Apotheker Hans-Josef Bongaers und Doktor Paul Schmitz spritzten schwächelnde Schützen wieder fit. Eine Stärkung besonderer Art hatte die Königsgarde für die Majestäten vorbereitet. Mit Kaffe und einer Königstorte bewaffnet marschierten sie zum Königstisch.

Nach einer Stärkung bei den Ministern Peter und Stefan zog die Bruderschaft am Dienstag zum Mayhof nach Winkelmann. Altminister Helmut Schürmann, der seine Aufgabe als Spieß hervorragend machte, rügte seine schwarzen Schafe. Sehr schön aber leider zu kurz war der Aufenthalt.
Die Band Saturn sorgte beim abendlichen Köngisgalaball für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden.
Nach 4 Tagen gut gefüllten Zelten war die Beteiligung am Mittwoch geringer. Der Himmel weinte, weil das Schützenfest nun zu Ende ging. Die Königsgarde erfüllte ihre Aufgabe als Trauerbegleitung für das Kirmesmännchen hervorragend. Altkönig Josef Siemes hielt überzeugend die Trauerrede. Der Abend klang im Gelagehaus Dückers aus.

General Michael Schürmann leistete hervorragende Arbeit und zeigte, dass er nichts verlernt hatte. Unterstützt wurde er von Major Thomas Schroers und Adjudant Hans Gerd Vermaseren.

Neben den bereits genannten Schützenzügen waren diesmal ebenfalls wieder dabei: Die Sappeure, die Infanterie, die Luftwaffe und der Bummelzug. Es gab 2 neue Züge: die Artillerie und die weißen Husaren.

Ein König, 2 Minister, 17 Schützenzüge und ein Dorf zeigten Gemeinschaft und Zusammenhalt. Sie feierten ein tolles Schützenfest. Wir sind König.